03.08.99

Weitaus schwieriger war es schon, einen Parkplatz zu finden, um mal für einige Stunden das Auto loszuwerden. Bereits im ersten Museum erfuhr ich deutliche Hinweise auf die heilige Touristenpflicht eines Bergwerksbesuches. Also raus aus dem Museum und rein in den Berg!
Gibt auch die Straßenführung durch das enge I-O-Tal manche Rätsel auf, immerhin eine kreuzungsarme, fußgängerfreie Miniaturausführung von L. A., irgendwie kommt man immer mal da vorbei, wo man hinwollte, zeit muß man mitbringen. Nach langer Anfahrt auf einen Berg hieß es Parken und weiter den Berg hinauf zu Fuß. Dieser Weg war dann wirklich sehr steinig, schön zwischen Bäumen und Sträuchern links und rechts aufgefädelte Prachtexemplare versteinerter Baumstücken, als Wegweiser zum eigentlichen Ziel. Der Weg war auch akustisch nicht zu verfehlen, trotz herrlichem Mischwald war da noch ein eher waldfremdes Geräusch. Das unregelmäßige Klopfen entpuppte sich dann als herrliche Spielidee für Kinder: Eltern dürfen Schürflizenz für 20,- kaufen, in einen speziellen Schacht einfahren, schürfen und die Beute per Schubkarre herausfahren, wo die Kinder bis an die Zähne bewaffnet mit Handschuhen, Schutzbrillen und Klopfwerkzeugen den Familienschatz stürmisch und kritisch bearbeiten durften. Pfiffige Bürschchen um die zwölf waren dann noch besser drauf und versteigerten gerade in einer Edelsteinbörse ihre Überschüsse.
Eine nette Kassendame brachte mich noch in der nächsten Führung unter (Singlevorteil!), der Besucherandrang reichte für die nächsten fünf halbstündigen Einfahrten. Begrüßung auf bergmännisch, Helm auf und los! Nein - eine nähere beschreibung des Berginneren gibt es hier nun nicht, Naturwunder sind nicht mit Worten nachvollziehbar, fahrt selbst ein und laßt auf Euch einwirken, was die Erde hier zu bieten hat!


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